Kryptide und ein verlorenes Tal: Das "Headless Valley"
Da ich in dem Buch "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" auch von Bigfoot und "Wilden Menschen" berichtet habe, möchte ich meinen Lesern folgendes nicht vorenthalten: Eine merkwürdige Geschichte kursiert schon seit vielen Jahren im Internet. Demnach gibt es in den Nordwest Territorien von Kanada ein Tal, von dem seltsames erzählt wird: Das "Headless Valley", das von dem Nahanni River durchflossen wird. Das Areal liegt in einem Naturschutzgebiet und ist sehr unzugänglich. Heiße Quellen sollen ein Mikroklima verursachen, so das es auch im Winter vergleichsweise mild ist. Bei dem dort ansässigen Indianerstamm werden Legenden überliefert, wonach es sehr gefährlich ist, das Tal zu besuchen. Wiederholt wurden Mitglieder des Stammes vermisst, wenn sie das Tal erreichten. Und die Legenden berichten auch von einem grausigen Detail: Wenn sie gefunden wurden, fehlte den leblosen Körpern der Kopf.
Um 1900 wurde das Tal auch unter der weissen Bevölkerung bekannt. Es ging mal wieder um die unsägliche Gier nach Gold. Die Flüsse dort sollten vom Gold nur so glitzern. Das stimmte zwar nicht, aber Goldsucher versuchten trotzdem ihr Glück. So suchten auch zwei Brüder das Tal auf. Nachdem man nach langer Zeit nichts mehr von ihnen hörte, fand man schließlich die skelettierten Leichen - auch ihnen fehlte der Kopf. Im Laufe der Zeit besuchten immer wieder Menschen das Tal, aber ihre Zahl hielt sich in Grenzen, besonders in früheren Zeiten musste man große Strapazen auch sich nehmen, um die Gegend zu erreichen. Die Besucher sollen angeblich seltsame, etwa 1,80m große Wesen gesehen haben. Sie ähneln uns Menschen, waren aber behaart und trugen lange Haare und Bärte. Bekleidet waren sie nur mit selbstgefertigten rudimenären Schuhen und einem Lendenschurz. Nach den Legenden sollen diese Wesen für die unheimlichen Vorgänge im Tal verantwortlich sein.
Sind das alles nur Erzählungen, wie sie Abends am Lagerfeuer wiedergegeben werden, und nichts dahinter? Fakt ist wohl, das tatsächlich dort Menschen verschwunden sind, und dass die Zahl der Wanderer, die bisher das Tal aufsuchten, sich noch in Grenzen hält. Aber ob dies im Zeitalter des Internets so bleiben wird, das ist die Frage.
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