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Ist das Zeitalter Homers früher anzusetzen als gedacht?

Archäologen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben  erstaunliches veröffentlicht: Demnach könnte das Zeitalter Homers, die Entstehung des Alphabets und die griechische Kolonisation 50-150 Jahre früher anzusetzen sein. Auf der nordägäischen Fundstätte Sindos konnte anhand der Ablagerungen die frühe Eisenzeit genauer untersucht werden. In den verschiedenen Schichten konnten Tierknochen mit Keramikimporten aus den umliegenden Stadtstaaten in Verbindung gesetzt werden. Das heißt, wenn man wusste wie alt die Tierknochen sind, wusste man auch das Alter der Keramik.

Die Schwierigkeit ist die Messgenauigkeit der 14C-Methode, mit der die Tierknochen datiert wurden. Denn der Gehalt an 14C in der Atmosphäre schwankt im Laufe der Zeit, so dass sich Messfehler ergeben. Doch die sog. 14C-Kurve wurde im Laufe der Zeit stetig verbessert, und in Kombination mit dieser außergewöhnlichen Fundstelle konnte nun für das frühe Zeitalter der Griechen eine bisher nicht erreichte Datierungsgena…

Was geschah mit dem Tempelschatz von Jerusalem?

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Der Tempelschatz von Jerusalem brachte schon viele Gelehrte ins Grübeln. Ist er unwiederbringlich verloren? Doch beginnen wir mit dem Tempel zur Zeit Jesu. König Herodes baute den Juden einen Tempel, es dürfte das dritte Bauwerk auf dem heiligen Tempelberg gewesen sein. Der erste Tempel wurde von den Babyloniern Anfang des 6. Jahrhunderts v. Chr. zerstört, nach dem Fall des Babylonischen Reiches durften aber die Juden wieder in ihre Heimat zurückkehren, aus der sie vertrieben worden waren. Wahrscheinlich musste in dieser Epoche nur eine Oberschicht das Land verlassen, aber sie war die treibende Kraft, ein neues Heiligtum nach ihrer Rückkehr 70 Jahre später zu erbauen. Die neuen Herren, die Perser, waren diesbezüglich etwas toleranter.

Nach den Persern folgten die Seleukiden, danach eine kurze Periode der jüdischen Unabhängigkeit, die von den Römern beendet wurde. Kurz nachdem die Römer die Region unter ihren Einfluss gebracht hatten, ließ König Herodes um die Zeitenwende herum ein ne…

Atlantis-Blog wieder online

An dieser Stelle nur ganz kurz eine Nachricht in eigener Sache. Der Blog zu dem Buch "Atlantis: Das Rätsel des Aristokles" ist wieder online:

https://platons-atlantis.blogspot.com

Irgendwelche Bots waren von dieser Nachricht so begeistert, das ich in einem kurzem Zeitraum 745 Klicks zu verzeichnen hatte. Da es in dem Blog aber um die Atlantis-Legende und nicht um Politik geht, haben sie sich wieder getrollt.

In eigener Sache: Linuxartikel

Ich habe den Blog etwas bereinigt und die Linuxartikel sind jetzt in einem eigenen Blog mit dem Namen "Pinguin Blogger" zu finden:

https://pinguin-blogger.blogspot.com

Ich hoffe, das führt nicht zu Verwirrung. Es wurde langsam unübersichtlich, so dass diese Maßnahme nötig war.

Neue Ebook-Ausgabe von "Gräber, Abenteurer und Legenden" erschienen

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Eine neue Ebook-Ausgabe des Buches "Gräber, Abenteurer und Legenden" ist erschienen. Gibt es im Dschungel Südamerikas noch unentdeckte Städte der Inkas oder Mayas? Wo liegt das Grab Alexander des Großen? Gab es in der menschlichen Geschichte Katastrophen, die durch Asteroideneinschläge verursacht wurden? Würde man Spuren einer industrielle Hochkultur finden, die vor Jahrmillionen auf der Erde existierte - oder wären diese längst verwischt? Waren Schiffe der Antike hochseetüchtig genug, um über den Atlantik zu segeln? Was hat der Schweizer Gregor Spörri Ende der 1980er in Ägypten fotografiert?

Dies sind Fragen, denen das Buch "Gräber, Abenteurer und Legenden" nachgeht. Es wurde als Fortsetzung des Buches "Von schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" geschrieben, aber man kann das Buch auch für sich lesen. Das Buch hat 82 Seiten und 21 Abbildungen. Neue lektorierte und überarbeitete Ausgabe.

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Wussten Antike Autoren von Amerika?

An dieser Stelle wollte ich einmal zusammentragen, was Antike Autoren über "Länder im Westen" schrieben. Die erste Stelle ist bei Diodors "Historischer Bibliothek", Buch 5, Kapitel 19, 20, zu finden (1. Jh. v. Chr.): Darin beschreibt er eine Insel "von beträchtlicher Größe" einige Tage westlich von Afrika (Lybia) gelegen. Die Insel hätte Berge und schiffbare Flüsse und wäre sehr fruchtbar. Die Phönizier hätten die Insel entdeckt, als ihre Schiffe bei einer Fahrt entlang der Küste Afrikas "von starken Winden" an ihre Küste getrieben worden wären. Die Karthager hätten aber ihre Lage geheim gehalten, da sie fürchteten, ein beträchtlicher Teil ihrer Einwohner würde in dieses Paradies auswandern. Sie dachten nur daran, in einem Notfall dahin überzusiedeln. Letzteres war wohl die Idee zu dem Buch von Hans Giffhorn: "Wurde Amerika in der Antike entdeckt?" (München 2013). Ich habe hier darüber schon geschrieben. Ein Wikipedia Artikel über die …

"Sagen, Legenden und Geschichten aus der Fränkischen Schweiz"

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Staffelberg
Schon vor etlichen Jahren ist mir ein Buch empfohlen worden mit dem Titel: "Sagen, Legenden und Geschichten aus der Fränkischen Schweiz" (Büttner). Das Buch enthält eine Besonderheit. Denn unter manchen der Geschichten, die an einem bestimmten Ort spielen, sind Vor- und Frühgeschichtliche Fundstellen verzeichnet. Besonders keltische Gräberfelder (Hallstattzeitliche Grabhügel, 800-450 v. Chr.) scheinen ein Hotspot für Sagen zu sein. Ein katholischer Pfarrer, der sich für Vor- und Frühgeschichte interessierte, stellte mir gegenüber einmal die Theorie auf, dass diese Sagen von den alten Kelten in Umlauf gebracht wurden, um Raubgräber abzuschrecken. Es ist natürlich die Frage, ob sich solche Geschichten über einen so langen Zeitraum erhalten würden.

Ein immer wiederkehrendes Thema ist die "Wilde Jagd", die mit Wotan in Verbindung gebracht wird. Bei dem Örtchen Wohnsgehaig liegt die "Neubürg", die ebenfalls schon in früher Zeit besiedelt war. D…